Geschichte:
Das Dorf Peigarten
Der Name Peigarten entstammt dem Mittelhochdeutschen (Bai= Die Biene).
Peigarten hat eine Sonderstellung unter den zu Thaya gehörigen Ortschaften, da es sich um kein Bauerndorf, sondern eine Burgsiedlung und später eine Schloßsiedlung mit dazugehörigem Meierhof handelt.
Kurz nach Weihnachten das Jahres 1200 schienen die Peigartner erstmals urkundlich auf.
Zur Lage von Peigarten: Schon im Jahre 1175 war Thaya Hauptort der Grafschaft Raabs.
1294 war der Markt Thaya einer der drei Hauptorte der Grafschaft Litschau und hatte wie Litschau und Heidenreichstein Marktrang.
Thaya befand sich an einer äuserst wichtigen Nord-Süd Verbindung, dem Böhmsteig, der von der Donau über Zwettl, Waidhofen, Thaya, Dobersberg und Zlabings nach Prag führte.
Eine wichtige Nebenstrasse führte von Thaya über Peigarten nach Landstein, Neubistritz und Tabor.
Bis 1848 waren die Bewohner der Grundherrschaft unterworfen. Diese Herrschaft war nicht nur Gerichtsherr, sondern auch Verwaltungsorgan des öffentlichen Lebens. In der Aprilverfassung 1848 zeichnet sich eine Auflösung des bisher herrschenden Untertänigkeitsverhältnisses zur Grundherrschaft ab.
1854 konstituiert sich die Ortsgemeinde Peigarten.
Während der Zeit zwischen den beiden Weltkriegen war die Bildung von Kleinstgemeinden wie Peigarten zur Überwindung der schweren wirtschaftlichen Notzeiten sinnvoll.
In den Jahren 1938 bis 1945 kam Peigarten zur Gemeinde Thaya.
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde mit Beschluss vom 25. Juni 1945 seitens der wieder eingesetzten Bürgermeister die Gemeindestruktur, wie sie vor 1938 bestanden hatte, wiederhergestellt.
1965 erfolgte die grosse Reform zur Verbesserung der Kommunalstruktur des Landes Niederösterreich, durch die Peigarten im Jahr 1970 wieder an Thaya angeschlossen wurde und der Bürgermeister als Ortsvorsteher in den Gemeinderat der Grossgemeinde kam.
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