Einleitungs-Text
mit Bauphasen:

Ich
werde einmal ein Schloss besitzen...
Schon
als kleiner Junge träumt Martin davon einmal
ein Schlossbesitzer zu sein. Von Freunden und
Familie wird er jedoch nur belächelt. Nach
dem Motto - ja und ich werde mal Kaiser...
Doch Martin war ein zielstrebiger Mensch, der
seinen Traum lebte und für ihn lebte. Von
den ersten Schillingen aus den sonntäglichen
Orgelkonzerten in der Lutherkirche,
die er als Kind verdiente, über die Gagen
aus Konzerten seiner Musikgruppe "Golem" als Jugendlicher, zu jedem Nachtdienst als Arzt,
der zu bekommen war und der Arbeit bei Pharmafirmen;
jeder Groschen wurde gespart.
Die Schlosssuche:
"Die Suche nach einem historischen Gebäude,
einer Burg, eines Schlosses, eines Gehöftes,
eines Turmes oder Ruine gehört zu der schönsten
Zeit unseres Lebens. Die Fahrten zu den trutzigen Steinmauern, den
moribunden Schlössern, den jahrhundertgesicherten
Burgen, den verlassenen Gärten und den
ehrwürdigen Bäumen ... Hhm!*
Die
Gespräche im Dorfwirtshaus, mit den listigen
Nachbarn, dem Pfarrer, dem Doktor und dem Lehrer
waren vielfärbig! Ich möchte die Stunden nicht missen!
Wir
waren einfach jung, mutig und fest entschlossen!
An ein halbwegs dichtes Dach, an einen funktionierenden
Brunnen, an elektrischen Strom und eine befahrbare
Zufahrt dachten wir nie besonders. Nur das Märchenhafte interessierte uns! Einen "edlen" Steinhaufen zu besitzen,
ihn zu hegen und einfach zu lieben!
Das musste unbedingt sein!" *
Das Schloss um 1 Schilling gibt es nicht
mehr:
"Anfangs schauten wir planlos drauf los
...
Mit dem schrottreifen Skoda Oktavia - aus Voeststahl
und mit der Starthilfe- und Traktionskurbel! Später mit unserem grünen Käfer,
einem Korb mit Brot und Speck, Apfel, einer
Flasche Rotwein und zwei Decken zum Übernachten. Dauernd fragte ich beim Denkmalamt, den Bundesforsten,
den Immobilienmaklern, den Gemeinden nach, las
Inserate in den Nachtausgaben und nervte meine
gesamte Umgebung. Ich sprach höflich vor!
Ich schrieb und telephonierte.
Damals
lernte ich schnell, dass es das viel kolportierte
Schloss um 1 Schilling nicht mehr gab. Ausser
bei Objekten, die mit ihren Zwangsauflagen unsere
Mittel weit überschritten. Auch verschiedene
Pachtverträge wären unmöglich
zu erfüllen gewesen. An Traumburgen und
die schönen Schlösser war sowieso
nicht zu denken!"
Man wird professioneller:
Durch berufliche Verbesserungen und die Arbeit
für einen weltweiten Pharmakonzern verbesserte
sich die finanzielle Lage. Die Schlossjagd wurde schliesslich professionell.
Nach Fachbüchern wurde Österreich
in Quadranten zerlegt und die Objekte mit fundiertem
Vorwissen "bearbeitet". Der östliche
Teil unseres Landes wurde fast immer bevorzugt.
Schloss Krumbach:

Schliesslich gelingt es einen grossen Teil des Schlosses Krumbach zu erwerben. (Heute ein
fünf Sterne Luxushotel) "Wir zogen
zu Weihnachten mit Sack und Pack ein. Kein Strom,
nichts Sanitäres. Nur in aufrechtem Stolz,
in wilder Romantik!" Nach drei schönen
Jahren trennten wir uns wieder davon. Streitigkeiten
mit den Mitbesitzern nahmen die Ruhe. So sollte
es schliesslich ein Schloss im Alleinbesitz
sein!
Ein Nachtdienst wie kein anderer:
Nachtdienste ...
"Während eines Wochenenddiestes gab
es zur Krampuszeit plötzlich am Abend nichts
zu nähen, gipsen oder operieren. Unglaublich!" Martin nutzt die Zeit und blättert in der
Nachtzeitung und plötzlich! "Schlossbesitz im Waldviertel zu verkaufen". Am nächsten Tag sofort zum Vermittler,
Samstagmittag, kurz vor Büroschluss, Sonntag
sofort die Besichtigung. Drei Tage später
unterschrieben wir den Kaufvertrag.
Ein
Jugendtraum wird war:
Dr. Martin Wolfer erwirbt im Jahre 1978 das
Schloss Peigarten.
Der
entsetzte Grossvater:
Als Oberkirchenrat
Prof. Mag. Jakob Wolfer, der Vater von Dr.
Martin Wolfer, dem frisch gebackenen Schlossherren,
einen ersten Besuch auf der Veste abstattet,
ist er entsetzt! Das Gebäude ist in sehr schlechtem Zustand.
Es sind keine sanitären Anlagen vorhanden,
die Stromversorgung ist ein Provisorium und
von einer Zentralheizung kann keine Rede sein. Für
ihn war es unvorstellbar wie aus dem verwarlosten
Gebäude jemals etwas werden sollte.
Doch
der Vater unterschätze Martins Ehrgeiz und Antrieb, den nur ein Lebenstraum
einem geben kann. Martin fühlte und wusste dass er einen
ungeschliffenen Diamanden erworben hatte.
Die
Bauphasen:

Nun
galt es also den besagten Diamanden zu schleifen
- oder besser zu polieren.
In gewohntem systematischen Handeln ging es
zur Sache.
Ein Plan mit 4 Bauphasen wurde erstellt.
In
der ersten Phase sollte

Die zweite Phase diente

Die dritte Phase hatte

Die vierte Phase schliesslich sollte

Auszug
aus dem Schloss-Tagebuch:
wird
noch ergänzt ...
Ich
kann es kaum glauben:
Dank
an Freunde und Helfer:
Es
wäre unmöglich hier alle Namen zu
nennen.
Wer
Gutes tut, dem wird auch Gutes wiederfahren.
Das das nicht nur ein Sprichwort ist zeigt sich
an der Feste Peigarten. Ohne die vielen guten
Seelen und Helfer wäre das Schloss nicht
was es heute ist. Danke an jeden von Euch.
Die
Faschings:


Die
Geschichte der ersten Begegnung

Heute:
Ein
Anwesen dieser Grösse lässt eine Fertigstellung
der Renovierungsarbeiten nie zu. Wenn die Renovierung
an einer Stelle abgeschlossen ist, so wartet
die nächte schon ungeduldig.
So
bleiben wir fleissig und geben unser Bestes.
Und so lange ein Wolfer auf Peigarten sitzt,
soll die Feste stehts gehegt, gepflegt und geliebt
sein!
Wir
nehmen gerne auch Ihre Spende an.
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