Geschichten: > Sagen
Die Sorgende Frau
Es wird berichtet, dass zu "Angst- und Notzeiten" auf Schloss Peigarten eine blaugekleidete Frau erscheinen soll. Sie soll die "Innwohner" beschützen und mit ihrem Gesang in den Schlaf wiegen.
Die Sage geht auf einen wilden rothaarigen Burgvogt aus dem 15. Jahrhundert zurück, der "ein Mädchen dem Nachbarn geraubt" habe und später bei einem Gefecht mit böhmischen Räubern gefallen sei. Seit dem sucht sie den Geliebten und wartet auf seine Rückkehr. Ihr bitterer Gesang soll vor ähnlichen Schicksalen bewahren.
Wir haben sie noch nie gesehen, müssen aber berichten, dass medial-sensitive Gäste (einmal abends bei Tisch und einmal spät nachts) von einer unerklärlichen "fernen Melodie" und einer "angenehmen Berührung" gefesselt wurden. Beide Male wurde vorher kein Wort über Erscheinungen gesprochen.
Der begrabene Lilienfelder
Der Volksmund erzählt von einem Grab des Pater Godefridus auf der Wehrbastion. Tatsächlich liegen dort Steine, die als Grabfassung hätten dienen können. Grabungen ergaben keinen Anhalt, aber ein 1980 im ehemaligen Reitstall gesundenes Steinfragment mit den Endungen "-RATOR" (Administrator?), "-TATIS" und "1748" könnte ein Himnweis sein, denn in den Unterlagen zur Geschichte wird das Sterbedatum des Paters mit dem 8.Oktober 1748 angegeben.
Der Pestvogel
In der Zeit nach dem Dreißigjährigen Krieg brach die Pest aus. Da erschien der Sage nach ein Vogel und rief: "Bibernell, Schwarzwurzeln und Kroanawetten machen gesund!" Die Leute kochten diese Kräuter und Beeren, tranken den Absund, wuschen sich damit und genasen.
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