Geschichten:
Der Weinkeller
Ein besonderer Traum des Schlossherren war es, einen Weinkeller mit exzellenten Tropfen anzulegen. Wie wir ihn kennen ist es dem Doktor Martin Wolfer auch gelugen diesen Traum umzusetzen. Nach und nach wurden besondere Weine gefunden und im Schlosskeller gelagert.
So lagen die Flaschen vom Schlossherren persönlich gehegt und geplegt.
Bis zu dem Tag an dem der Onkel des regierenden Spanischen Königs zu Gast sein sollte. Zu späterer Stunde soll der Tafelwein ausgegangen sein. So bat der Schlosherr seinen besten Freund (sein Name sei hier nicht genannt, ist er doch kein unprominenter und die Geschichte nicht gerade zu seinem Ruhm) in den Keller zu gehen und ein paar Flaschen des Weines von der linken Seite zu nehmen. (Zu seiner Entschuldigung sei bemerkt, dass der gute Freund wohl durchaus schon angeheitert war.)
Wie einer der Gäste daraufhin bemerkte: "Ihr habts aber einen guten Hauswein!" Kein Wunder, das waren auch exzellente Weine von denen eine Flasche zwischen 1000 und 6000 Schillinge kostete. Der gute Freund hatte sich in der Seite geirrt und die kostbaren Schätze wahllos ausgeschenkt.
Martin nam es mehr oder weniger mit Humor. Doch ist seither der Zugang zum Weinkeller dem Schlossherren persönlich vorbehalten.
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