Die
Schloßkapelle ist Johannes dem Täufer
geweiht.
1331 wird erstmals ein Schloßkaplan in Peigarten
erwähnt. Die Schlosskapelle ist die älteste Kapelle
im Pfarrgebiet Thaya. Seit 1386 gehört ein eigener
Priester zur Schloßkapelle.
1644,
als Peigarten an das Stift Lilienfeld kommt, wird
der Kapellenraum, der aus zwei tonnengewölbten
Räumen besteht, die mit Stichkappen versehn
und von einem Gurtbogen getrennt sind, neu gestaltet.
Auch
die um 1730 durchgeführten Arbeiten sind
heute noch sichtbar: Die reiche Stuckverzierung besteht aus Balchdachinen,
Fruchtbuketten, Gittermustern, ... An einem Pfeiler
ist das quadratische Sakramentshäuschen angebracht,
in profilierter Rahmung, mit Blättern in
den Ecken, von einem Baldachin (Lambrequin) mit
zwei Wappen bekrönt. Auf der Westseite befindet sich das Herrschaftsoratorium
das zugemauert war und 1982 wieder geöffnet
wurde.
Auf
dem Gurtbogen steht auf Fahnenstoff geschrieben:
"Indulgentiae plenariae in festo Sancti
Johannis Babtistae Praecursoris Domini" (Vollkommener Ablass zum Fest des Heiligen Johannes
des Täufers des Vorläufers des Herren)
1987 werden bei Renovierungsarbeiten romanische
Fresken entdeckt!
Die
jüngeren Apostelkreuzfresken weisen darauf
hin, dass die Schlosskapelle von einem Bischof
geweiht wurde und damit im Rang einer Kirche steht.
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